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SMART HOME – Zukunftstechnologie oder Risiko?

Zukunft des Wohnens – Ein Kommentar von Tilo Hellinger, wie Technologien des Smart Homes das Bauen und Wohnen zukünftig sinnvoll bereichern können.

Wie können Technologien des Smart Home das Bauen und Wohnen in Zukunft sinnvoll bereichern? Grundsätzlich betrifft die digitale Aufrüstung des Hauses drei Bereiche: Sie versprechen mehr Sicherheit, größeren Wohnkomfort und eine verbesserte Energieeffizienz. Smart Home bedeutet, dass die technischen Funktionen in einem Eigenheim wie Licht, Heizung, Dusche, Unterhaltungselektronik, Sonnenschutz, Alarmanlage usw. zentral steuerbar werden. Voraussetzung dafür ist der Einbau eines zentralen Nervensystems in das Haus, mit dem die Geräte verschiedener Anbieter kompatibel sind.

Das hier gezeigte Berliner Musterloft des Architekten Hartmut Cammisar, dessen Ausstattung auf dem Firmenverbund Connected Comfort basiert, beruht beispielsweise auf dem KNX-Standard, auf den sich verschiedene Hersteller in Deutschland verständigt haben.

Doch wie sicher ist ein solches System?

Da das eigene Heim ein sehr sensibler Bereich ist und die Exklusivität des Zugriffs auf das Netzwerk dementsprechend wichtig. Die Hersteller arbeiten an Schutzsystemen, die dies gewährleisten sollen. Für welche Anwendungen von Smart Home Sie sich entscheiden, ist stets eine individuelle Entscheidung. Viele Hersteller empfehlen, schon beim Bau die Verkabelung vorzunehmen, die es grundsätzlich möglich macht, entsprechende Komponenten an das System anzuschließen. Andere wiederum propagieren flexible Systeme, die über W-LAN oder Funksignale kommunizieren und keine zusätzliche Verkabelung benötigen. Solche Systeme, wie sie z.B. von digital Strom angeboten werden, verfolgen die Vision, dass jede Wohnung und jedes Gerät, ob Altbau oder Neubau, ob analog oder digital, integriert werden können.

Aktuell tobt also ein „Kampf“ unterschiedlicher Systeme und Technologien – die große Frage ist, ob sich am Ende eine Lösung durchsetzen wird, auf die sich die maßgeblichen Hersteller verständigen können. In jedem Fall müssen die Anwendungen noch benutzerfreundlicher und intuitiver werden.

Momentan bedarf es oft noch eines Ingenieurstudiums oder Systemadministrators, um einfachste Anpassungen vornehmen zu können. Tilo Hellinger

Einige große Hersteller von Haushaltsgeräten haben dies inzwischen ebenfalls verstanden, so dass sie sich dem Thema intensiv widmen, um nicht die Kundenbeziehung zu verlieren. Aktuell forschen sie an einem Kühlschrank, der eigenständig erkennt, wenn die Butter zur Neige geht und dann auch gleich nachbestellt. Ein Onlineportal liefert dann Produkte, von denen die Bewohner noch nicht einmal wussten, dass diese bestellt wurden.

Google, Amazon und Co drängen ebenfalls in diesen Markt.

Mit dem Einzug der Spracherkennung in viele Bereiche unseres Lebens ersetzen Siri und Alexa stillschweigend den guten alten Siemens- oder Miele-Kundenservice: Wenn zukünftig der Kühlschrank kaputt geht, erhält Alexa dann nur noch den Befehl: „Alexa, der Kühlschrank ist kaputt, kümmere dich um die Reparatur.“

Ob Alexa dann wirklich noch den Kundendienst des Herstellers kontaktiert? Oder vielleicht doch eher ein Unternehmen, an dem Amazon beteiligt ist?

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